Claude Lenners,
Mephisto oder der Geist der stets verneint
 

Claude Lenners (*1956)  Mephisto oder der Geist der stets verneint (2001)

Uraufführung in Anwesenheit des Komponisten

Boglarka Pecze, Klarinette

Im Werkverzeichnis von Claude Lenners fallen die vielfältigen literarischen Bezüge auf, die bis in die Titel deutlich werden: Die Titel sind dabei "Lehnwort, Herausforderung, Umdeutung, Inspirationsquelle, Slogan sowie Wahlverwandschaft" (wie der Komponist selbst schreibt). In bezug auf die eigentliche musikalische Gestaltung lassen sich hervorheben "die Kontraste zwischen meditativem Klang ... einerseits, und sehr nervösen instrumentalen Passagen andererseits, die vom Interpreten großes Können verlangen" (C.L.). Beide Merkmale scheinen auch gut auf das Solostück "Mephisto" zuzutreffen. Denn was hier den musikalischen Geist ausmacht, das scheint sich ständig und schnell verflüchtigen zu wollen - für den Vortragenden findet sich in der Partitur häufig die Bezeichnung "fuggitivo" oder auch ein "misterioso-fuggitivo". Dies dominiert, wenn es auch verschiedentlich ruhige und/oder kantable Zwischenstrecken gibt, und kulminiert in einem wahnwitzigen und atemlosen Wirbel ("tourbillonant").
Mephisto oder der Geist der stets verneint
Sa 14. November, 19:30 Uhr,
Kolosseum, Kronsforder Allee 25, Lübeck